Diese These führt hinter die Sprache, hinter die rationale Information. Sie führt dorthin, wo Menschen einfach sind. Im Klang ihrer Stimme, in der Art ihres Verhaltens hinter der eingeübten Wort- und Körpersprache. Wirtschaften muss den Menschen als Ganzes respektieren. Die Wahrnehmung des Menschen ist um ein Vielfaches feiner, als uns das Marketingleute jahrelang weiszumachen versuchten. Menschen sind mehr als nur eingeübte und erworbene Signale. Menschen sind komplexe Systeme mit vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten. Es sind Systeme mit Absichten, Stärken und Schwächen, mit Möglichkeiten und Grenzen.
Es sind Lebewesen, eingebunden über soziale, kulturelle, geografische und wirtschaftliche Gegebenheiten hinaus in das System „Erde“. Nach marktwärts sind das alles Austauschebenen und deshalb „Markt“, der beachtet und respektiert werden sollte.
Gute Verkäufer und Aussendienstfachleute wissen das. Sie wissen, welche Bezugsthemen bei Menschen Vertrauen fördern. Topverkäufer haben ein ausgebildetes Sensorium für die Wirkung der Stimme. Wer Kundenkontakt über das Telefon pflegt, ist davon nicht ausgenommen. Ein leichtes Lächeln lässt auch die Stimme „lächeln“. Das Medium Stimme ist ein mächtiges unternehmerisches Instrument. Der bewusste Einsatz der Stimme erzeugt Wirkung. Gespräche werden lebendig,interessant und unterhaltsam. Der Klang der Stimme schafft über die Informationsvermittlung hinaus an der guten Beziehung. Kundenbindung der günstigsten Art.
*Das Cluetrain-Manifest ist einer der Grundlagentext von marktwärts. Die im Manifest festgehaltenen Überlegungen tragen aus marktwärts-Sicht ein grosses Potential für die positive Entwicklung des Menschen als wirtschaftendes Wesen in sich. Die Überlegungen wirken oft naiv und regen gerade dadurch zum Mit- und Weiterdenken an. Die marktwärts-Gedanken zum Manifest wollen anregen, alte Muster und Vorstellungen kritisch anzuschauen und sich für mögliche Veränderungen zu öffnen.
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