Anfangs des 21. Jahrhunderts sind die von Psychiatern am meisten diagnostizierten Krankheiten „Burnouts“ und Depressionen. Wen wundert dies? Entweder haben die Menschen ihren Arbeitsplatz verloren oder müssen zunehmend im Rahmen von Umstrukturierungen damit rechnen und/oder sie müssen die Arbeit derer leisten, die bereits umstrukturiert wurden. Quelle: Erfolg, Magazin für KMU
Die Arbeitswelt steht im Umbruch. Die Unsicherheit wächst und damit das Konfliktpotential am Arbeitsplatz. Für Selbstunternehmer gleich in welcher Position heisst die Herausforderung: Wie kann ich als Gesundheitsförderer wirksam sein. Die übergeordneten Wirtschaftsentwicklungen finden so oder so statt. Als Führungsperson und als Mitarbeiter geht es darum, die Anspannung nicht noch durch ein Verhalten anzukurbeln, das Druck erzeugt. Es gilt ein Verhalten zu entwickeln und zu pflegen, wo Menschen sich ernst genommen und respektiert fühlen. Vorgesetzte, die nur fordern und den geleisteten Einsatz als selbstverständlich taxieren, sind keine Vorbilder sondern Gesundheitsgefährder. Dasselbe gilt für Mitarbeiter, die nur darauf warten, dass dem Kollegen oder der Kollegen ein Fehler unterläuft und die dann diesen breitschlagen.
Ein gesundes Unternehmensklima beginnt beim wohlwollenden Umgang mit sich selber. Es beginnt beim Selbstvertrauen und investiert sich als Zutrauen in die Fähigkeit der Anderen. Gesundheitsförderung beginnt lange vor Medikamenten und Therapien, sie beginnt bei der bewussten Ausrichtung auf Wertschätzung und Respekt von Andersartigkeit und auf der Kultivierung von Eindeutigkeit. So wird jeder Mensch zu einem Medikament, das seiner Umgebung gut tut oder sich so klar positioniert, dass Differenzen deutlich werden und als solche angesprochen werden können.
Der wirtschaftliche und damit verbunden der gesellschaftliche Wandel findet so oder so statt. Krankheit muss jedoch nicht zwangsläufig eine Folge davon sein. Krankheit ist dann eine Folge, wenn eigene Ressourcen nie gefördert wurden (Opfermentalität) und soziale Strukturen von destruktivem Wettbewerb (Minderwertgesellschaft, Aufwertung durch Leistung) geprägt werden. Ein gesundheitsförderliches Klima entsteht unter selbständigen, verantwortungsvollen und humorvollen Menschen. Hier entstehen originelle Lösungen und Perspektiven, die dann entsprechend energievoll und motiviert angegangen und verwirklicht werden. Hier erleben sich Menschen als Energiespender und werden entsprechend sorgfältig behandelt und nicht einfach nur verbraucht. marktwärts leben, heisst Gesundheit fördern.
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