PROL und Werbeclub Ostschweiz
Nicht viel Neues war an diesem recht gut besuchten Anlass mitzunehmen. Nach wie vor stehen unternehmerische Prämissen (Lebrument) spannungsvoll inhaltlichen Anliegen (Spörri) gegenüber. Übergeordnet dann die Entwicklungen, von denen man heute noch nicht genau sagen kann, wie stark sie sich im Markt etablieren werden. Das Jammern über die „Fremdbestimmung“ der St. Galler Presse von Zürich aus, entbehrte nicht eines gewissen unfreiwilligen? Humors. Schliesslich bestimmt ein St. Galler, was den „Berglern“ in Chur in Sachen einheimische Tageszeitung vorgesetzt wird. Dass er dort wohnt, macht ihn noch lange nicht zum Einheimischen.
Fazit: Der Umbruch findet statt, dafür sorgen die neuen Technologien und die „kids“, die damit aufwachsen. Der Aufbruch kommt. Mit Stefan Milius engagiert sich „sur place“ jemand unternehmerisch in Sachen neue Plattformen. Für mich hoffnungsvoll. Offen bleibt: Werden die Grossen diese jetzt noch kleinen Initiativen einfach schlucken oder entwickelt sich daraus eine eigenständige ostschweizerische Mediengrösse. Was nach wie vor für alle gilt: Ohne Anzeigen und damit ohne werbende Wirtschaft funktioniert auf die Länge keiner.
Gelernt: einmal mehr, die Ostschweiz ist keine Insel, jammern hilft nach wie vor nicht und zwischen Chur und Bodensee stecken genug findige Köpfe, die nicht nur aufbrechen sondern auch umbrechen können. Ermutigung ist gefragt. Politiker könnten sich hier profilieren.
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